Bilingualer Geschichtsunterricht (Deutsch/Französisch)

Seit dem Schuljahr 2023/24 bietet die Fachschaft Geschichte bilingualen Sachfachunterricht auf Deutsch und Französisch von der 8. bis einschließlich 10. Jahrgangsstufe an.

Welchen Sinn hat der bilinguale Sachfachunterricht?

Deutschland und Frankreich verbindet – initiiert durch den Elysée-Vertrag von 1963 – eine enge Freundschaft und Partnerschaft in der Europäischen Union. In vielen Ausbildungsgängen und Berufen werden heutzutage anwendungsbezogene Fremdsprachenkenntnisse erwartet. Neben den mittlerweile als Selbstverständlichkeit angesehenen Englischkenntnissen kann Französisch ein großer Pluspunkt bei einer Bewerbung sein, zumal die frankophone Welt ein mit Deutschland eng verflochtener Wirtschaftsraum ist. Der bilinguale Sachfachunterricht stellt hierfür eine wertvolle Vorbereitung dar.  

Wie läuft der bilinguale Geschichtsunterricht ab?

Geeignete Lehrplaninhalte im Fach Geschichte werden in deutscher und französischer Sprache unterrichtet. Die Vermittlung der fachlichen Inhalte und Methoden stehen dabei im Vordergrund. Die Fremdsprache wird durch die praktische Anwendung geübt und gefestigt. Dies bietet die Möglichkeit, fachliches und sprachliches Lernen miteinander zu verbinden.

Basis ist der bayerische LehrplanPLUS für das 9-jährige Gymnasium. Darüber hinaus beziehen wir französischsprachige Quellen (didaktisch aufbereitet) in den Unterricht mit ein und werfen an geeigneten Stellen auch einen Blick auf die historischen Ereignisse in Frankreich (z.B. beim Thema Industrialisierung und Erster Weltkrieg). 

Selbstverständlich erfolgt eine angeleitete Heranführung an die französischsprachigen Teile des Geschichtsunterrichts und ermöglicht mit zunehmender Progression auch autonome Arbeitsphasen. Zur Verfügung gestellte Übersichten mit Fach- und Strukturwortschatz bieten den Schülerinnen und Schülern dabei wertvolle Unterstützung

Wie sehen die Leistungserhebungen aus?

Kleine schriftliche Leistungsnachweise erfolgen am LSG ausschließlich in deutscher Sprache. Mündliche Leistungsnachweise (z.B. Unterrichtsbeiträge) können auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler auch in der Fremdsprache erfolgen. Dabei werden jedoch ausschließlich die fachlichen Inhalte bewertet, sprachliche Fehler werden nicht berücksichtigt. 

Die Teilnahme am bilingualen Modul wird im Halbjahres- und Jahreszeugnis vermerkt. Dies stellt eine wertvolle Zusatzqualifikation bei Bewerbungen dar.

Wer kann den bilingualen Geschichtszweig wählen?

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Wahl von Französisch als zweiter Fremdsprache. Darüber hinaus sollte man Interesse an der französischen Sprache sowie am Fach Geschichte zeigen. Die Auseinandersetzung mit den bilingualen Modulen erfordert den Lernenden einen gewissen Zusatzaufwand (insbes. Auseinandersetzung mit dem Fachwortschatz) ab, jedoch erhalten sie so die Möglichkeit, die französische Sprache in einem geschützten Raum zu üben und ihr Wissen zu vertiefen.

Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an Frau Faderl (Fachlehrkraft für Französisch und Geschichte am LSG).